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Carre Quatre Maison, Landau, Investorenwettbewerb B10

 

„Planungskonzept Wohnbebauung „Carré Quatre Maisons“, Baufeld 10, Landau

Städtebaulicher Ansatz | Nutzungskonzepte | Gestaltung

Die Quartiersbebauung sieht eine dreigeschossige weitgehend geschlossene Blockrandbebauung mit Staffelgeschoss vor, welche sich an der östlichen Straßenecksituation der Siebenpfeiffer-Allee und der Victor–Weiß-Straße, ausschließlich straßenseitig, markant auch als viergeschossige Eckbebauungdarstellt. Die westliche Blockrandbebauung der Siebenpfeiffer-Allee und der Fanny-Becht-Straße ist dreigeschossig mit einem Staffelgeschoss und adaptiert somit den angrenzenden Gebäuderiegel des Bestandes 103. Die Bebauungskante an der Siebenpfeiffer-Allee ist im Bereich des „Quartiersentrees“unterbrochen. Von dort sind die inneren Erschließungswege zu den Eingängen 2, 3 und 4 derWohngebäude und der zentral gelegene Quartiersplatz erreichbar. Am westlichen Blockrand im Eckbereich der Fanny–Becht-Straße ist ebenfalls eine Öffnung (Zäsur der Baumasse) zwecks Wegeführung Erschließung zum planerisch neustrukturierten Bestandswohngebäude 103 vorgesehen. Der Bestandbau 103 und das prägnante unter Denkmalschutz stehende Gebäude 102 entlang der Cornichonstraße arrondieren sich mit dem orthogonal angeordneten Neubauriege zum Carré Quatre Maisons“

Nutzungskonzepte: Carré Quatre Maisons“, Neubauten an der Siebenpfeiffer-Allee und der Victor–Weiß-Straße: Geschosswohnungsbau

Im Neubauriegel entlang der Hauptachse der Siebenpfeiffer-Allee sind geräumige Wohnungen, überdem Flächen-Mindeststandard liegend, vorgesehen. In einem durch das Treppenhaus separierten Teildes Neubauriegels an der Victor– Weiß-Straße werden im EG bis 2. OG ( nicht im StaffelgeschossPenthaus ) zeitgemäße Neubauwohnungen jedoch mit den Mindestflächenanforderungen dargestellt. Dies dient der ausgewogenen sozialen Mischung auch innerhalb des neuen Wohnblocks. Der Wohnungsmix ist zur Ansprache unterschiedlicher Nutzergruppen gedacht. Innerhalb des Neubaublocks sind kleinere 2- Zimmerwohnungen z. b. für Alleinerziehende, vorzugsweise amwestlichen Blockrand vorgesehen auch zur Victor- Weißstrasse östlich orientiert. Familiengerechte 3, größere 4 und 5 - Zimmerwohnungen sind vorzugsweise zu den Quartiersfreiflächen , in der Nähedes Kinderspielplatzes orientiert. Am Entree 1 an der Siebenpfeiffer-Allee sind Gemeinschaftsräume: „der urbane Quartierstreff“ vorgesehen. Dieser gemeinschaftliche Funktionsbereich ist für kleineVeranstaltungen gedacht z.B. sind Tages- Mietkonzepte zur Durchführung von Familienfeiern undVorträgen denkbar.

Verhältnis der Gesamtwohnbaufläche zu Wohnbauflächen mit Indikation Sozialwohnung Darstellung des möglicher Anteils an Sozialwohnungen:

Es sind, im Planungskonzept dargestellt , 59% soziale geförderte Wohnbauflächen möglich.

Neubau-Nutzungskonzept: Wohnungsmix | Erschließung | Nutzungsflexibilität

Der Geschosswohnungsbau zeigt eine gereihte Anordnung von Wohnungen unterschiedlicher Größe mit 2, 3, 4 und 5 Zimmern und zugehörigen Loggien, welche beidseitig an dem Erschließungssystem mit einem Mittelflur angedockt sind. Das System ist somit variabel: Unterschiedliche Wohnungsgrößen, sowie alternative Grundrisstypen sind an einem Mittelflursystem adaptierbar. Flure und die Aufzugsanlagen sind barrierefrei ausgebildet. Die Blockinnenkante bietet Unterbrechungen durch Gebäuderücksprünge, welche etagenweise eine gute Belichtung der Erschließungsflure und eine Blickbeziehung sowie Ausrichtung der Dreizimmerwohnungen und Balkone zur Besonnung und zum Quartiersplatz zulassen. Die Anzahl der barrierefreien Wohnungen beträgt im Maximum 72 Stück.

Nutzungskonzept:Bestandgebäude 102 und 103 Geschosswohnungen ,gemeinschaftliche Sonderwohnformen / Wohngruppen, Gemeinschaftsräume und kleinere Wohnfolgeeinrichtungen

In den Bestandsgebäuden werden die Räumlichkeiten saniert und wohnraumspezifisch neustrukturiert, dies ohne gravierende konstruktive Eingriffe. Es sind Geschosswohnungen geplant, sowie partiell und in der Fläche begrenzt, gemeinschaftliche Sonderwohnformen / Wohngruppen, auch Wohnfolgeeinrichtungen und Gemeinschaftsräume. Zum Bestandgebäude 103 wird ein hoher Sanierungsaufwand eingeschätzt. In den Gebäude 102 und 103 sind ausschließlich sozialgeförderte Wohnungen bei Berücksichtigung der Flächenobergrenzen vorgesehen. Hausgemeinschaften bzw.Wohnungsgemeinschaften sind im Gebäude 103 geplant, zugeordnet sind kleine Gemeinschaftshausgärten. Unterschiedliche Wohnungstypen sind mit Balkon ausgestattet.

Nutzungskonzept des Bestandsgebäudes 102:Wohnungsmix | Erschließung

Im Längstrakt sind 3 - Zimmerwohnungen geplant mit Balkonanlagen; die Abstellräume und Kellerersatzflächen sind den einzelnen Wohnungen direkt und etagenweise vorgelagert. In den Kopfbauten sind 2-Zimmerwohnungen platziert. Das Dachgeschoss ist zu Wohnzwecken 2 – Zimmerwohnungen und 4- Zimmerwohnungen ausgebaut.

Gemeinschaftsräume und kleinere Wohnfolgeeinrichtungen

Im achsial gelegenen Entree-Bereich an der Cornichonstrasse Sind pro Geschoss Gemeinschaftsräume / der „Nachbarschaftstreff“ angeordnet. Ein Wasch-und Trockenraum als Servicepoint ist installiert.

Nutzungskonzept des Bestandsgebäudes 103: Wohnungsmix | ErschließungWohngruppen

Im Gebäude 103 sind geschossweise Hausgemeinschaften bzw. Wohnungsgemeinschaften vorgesehen. Sie bieten für 3- bis 5 Personen; Die Wohngruppe verfügt über eine Gemeinschaftsküche, einen Essplatz und Wohnbereich. Den individuellen Schlafräumen sindeinzelne Badräume zugeordnet.Zugeordnet sind kleine Gemeinschaftshausgärten („urban gardening“) als Freiflächen und Kräutergartenflächen. Ebenso sind 3, 4 und 5 Zimmerwohnungen angeordnet.

Nutzungskonzept ,Freiflächenkonzept:

Quartierplatz, Tiefgarage, Einstellplätze, Fahrradstellplätze, Kinderspielplatz, Details Die zentrale Quartiersfreifläche ist erhöht auf der Tiefgarage (199 Plätze) angeordnet. Dort ist ein Platz, verschiedene Grünflächen, ein Themengarten, überdachte Fahrradstellplätze, sowie ein Kinderspielplatz vorgesehen. Angrenzend zum Bestand 103 sind auch Gärten der Hausgemeinschaften vorgesehen („urban gardening“). Private Freifläche und Terrassen sind durch Hecken nach Vorgabe des Gestaltungshandbuches abgegrenzt.

Konstruktion | Gestaltung:

Neubau

Die Wohnungsbauten sind in beiger Farbtönung gehalten, die Gebäudeeckblock ist in gebietstypischer Materialstruktur geplant; die Brüstungselemente der Loggien sind semitransparent in gedeckter Farbgebung des Quartiers vorgesehen.Gebietstypische Energiestandards werden eingehalten.

Altbau

Das Bestandgebäude 102 bleibt in der Fassadencharakteristik in Gänze erhalten. Vorgelagerte Balkone als Freiraumfläche sind jeweils den Sozialwohnungen zugeordnet und werden in Stahlkonstruktion ausgebildet, die Brüstungen werden semitransparent ausgebildet. Gauben zur angemessene Belichtung und Belüftung des Dachgeschosses werden eingesetzt.

Grundstücksgröße: 9077 qm
Grundflächenzahl GRZ: 0,4/0,7
BRI: 74.500 cbm
Wohnflächen: 9300 qm